Berichten wie im Journalismus
- adrianfelber
- 2. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Im Deutschunterricht hat die 1. Sekundarstufe das Schreiben von Berichten geübt. Zum Abschluss verfassten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berichte zu selbst erlebten Ereignissen – unter anderem zum Skilager, zur Berufswahl und zum Workshop „JUMPPs“. Zwei dieser Berichte möchten wir hier gerne vorstellen:
Eine Schule ohne Schüler/innen
Leere Schulzimmer, aber viele neue Erfahrungen in verschiedenen Berufen. In Rain haben sich die Schüler und Schülerinnen der ersten ISS bereitgemacht für einen Einblick in einen Job.
Am 18.03.26 gingen die Schüler und Schülerinnen der Schule Rain in unterschiedlichen Berufen schnuppern. Bevor sie schnuppern gingen, mussten sie eine Bewerbung und einen Lebenslauf erstellen und an die Firma schicken. Wenn sie dann eine Zusage bekommen hatten, konnten sie in das Abenteuer starten
Es strengten sich alle an, und wenn sie eine Absage erhielten, fragten sie bei der nächsten Firma an. Wenn die Firmen einen anderen Tag vorschlugen, konnte man auch an diesem Tag schnuppern gehen. Die Schüler und Schülerinnen dürfen auch unter dem Jahr schnuppern gehen, sie müssen sich einfach bei der Lehrperson nachfragen.
Als es dann endlich so weit war, waren die Schulzimmer der ersten ISS fast leer. Nur noch wenige Schüler und Schülerinnen waren in der Schule (sie durften an einem anderen Tag schnuppern gehen). Die Schüler und Schülerinnen durften viel mit anpacken und die Mitarbeiter mit Fragen löchern.
Eine Schülerin berichtet, dass sie den Schnuppertag sehr spannend und beeindruckend fand. Sie ging als Gestalterin Werbetechnik schnuppern. Sie hat vieles kennengelernt und konnte eine Platte selbst bedrucken, nach ihrem Wunsch.
Für den Schnuppertag mussten die Schüler und Schülerinnen noch ein Rückmeldeblatt mitbringen. Dieses Blatt musste die Begleitperson vom Schnuppertag über den/die Schüler/in ausfüllen. So konnten die Jugendlichen sehen, was sie bereits gut machen und wo sie sich noch entwickeln können. Es war sehr gut, dass die Schüler und Schülerinnen das machen durften, denn jetzt wissen sie, ob sie den Beruf erlernen möchten oder eben nicht. Bei manchen empfiehlt die Firma, wenn der Beruf einem gefällt, dass sie nochmals für einige Tage schnuppern kommen. Da es bei manchen Firmen mehrere Schüler und Schülerinnen waren.
Am nächsten Tag erzählten sie sich gegenseitig, wo sie gewesen sind und was sie gemacht haben. Das gab ihnen noch mehr Ideen, was und wo sie beim nächsten Mal schnuppern gehen können. Es war ein gelungener Schnuppertag.
Lisa
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Jumpps Workshop „Fair-Lieben“
Am 23. März besuchten Fachpersonen der Organisation JUMPPs die Klasse 1A der Sekundarschule Rain. In einem vier Lektionen umfassenden Workshop zum Thema „Fair-Lieben“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit gesunden Beziehungen, Grenzen und Formen häuslicher Gewalt auseinander.
Der Workshop kombinierte Input, Diskussion und Praxis: Die Klasse arbeitete mit Videos, Arbeitsblättern und interaktiven Aufgaben und spielte ein Kahoot-Quiz. In Ja/Nein-Positionsrunden bezogen die Jugendlichen Stellung und begründeten ihre Sichtweisen – dabei entstanden lebhafte Diskussionen mit vielen hilfreichen Denkanstößen.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema häusliche Gewalt. Anhand aktueller Zahlen wurde verdeutlicht, wie viele Frauen und Männer jährlich betroffen sind und wie hoch die Dunkelziffer sein kann (nur ein Teil der Fälle wird angezeigt). Thematisiert wurde auch, dass Partnerschaftsgewalt tödliche Folgen haben kann, sowie die Tatsache, dass Kinder häufig mitleiden. Zudem wurde angesprochen, dass Gewalt nicht nur im häuslichen Umfeld vorkommt, sondern auch im Schulalltag – etwa in Form von schmerzhaften „Neck Slaps“ nach dem Coiffeurbesuch.
Wichtig war den Fachpersonen, klare Grenzen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen: Was ist in einer Beziehung okay – und was nicht? Wo gibt es Unterstützung? Die Klasse erhielt Hinweise auf Anlaufstellen wie die Opferhilfe Schweiz sowie Vertrauenspersonen im näheren Umfeld (Eltern, Lehrpersonen, Schulsozialarbeit).
Die Rückmeldungen aus der Klasse fielen positiv aus: Der Workshop wurde als abwechslungsreich, verständlich und praxisnah erlebt – mit konkreten Tipps, wie man respektvoll miteinander umgeht und Hilfe findet.
David




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